Direktkandidaten sind Abgeordnete die in ihrem Wahlkreis direkt gewählt werden. Bei der Wahl zum Deutschen Bundestag hat der Wähler zwei Stimmen, die unabhängig voneinander vergeben werden können. Entsprechend dem Bundestagswahlrecht werden die Direktmandate durch die Erststimme vergeben. In der Regel treten Wahlkreiskandidaten der politischen Parteien gegeneinander an. Es können aber auch unabhängige, „parteilose“ Kandiaten antreten.

Gewählt ist der Kandidat der die meisten Erststimmen in seinem Wahlkreis erhält.

Ein Bewerber für ein Direktmandat muss auf einem gültigem  Kreiswahlvorschlag vorgeschlagen werden. Mit dem Vorschlag müssen 200 Unterstützungsunterschriften eingereicht werden.

Von den ca. 598 Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden 299 Abgeordnete direkt über ihren Wahlkreis gewählt. Die übrigen mindestens 299 (plus eventuelle Überhangsmandate) Abgeordneten werden über die Wahlliste ihrer Partei als Listenkandidate gewählt.

In den Bundestagswahlen von 1949 – 2013 konnten vor allem CDU, CSU und SPD Direktmandate gewinnen. Der FDP und den Grünen gelang dies in jeweils nur vier Wahlen, die PDS/DieLinke konnte bei den Wahlen zu den letzten sieben Bundestagen Direktmandate gewinnen. Nur bei der Wahl zum ersten Bundestag 1949 gelang es drei unabhängigen Kandidaten in den Bundestag einzuziehen!

Es wird also Zeit das zu ändern!

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